Freitag, 29. Mai 2009

Donnerstag

Donnerstag

Heute war ohne Zweifel derbis dato interessanteste und bewegendste Tag des Teacher Trainings, und ich denke mit dieser Meinung stehe ich nicht allein da.

First of all hatten wir mit Jon Burros einen Redner, der in seiner Funktion als Body-Mind-Therapist und Spezialist für Gewebestruktur des Körpers und wie Yoga und andere Heilmethoden bzw. Energiearbeit darauf einfluß nimmt, der uns heute etwa fünf Stunden über diese Themen referiert hat.
Da haben wir ihn, den Spezialisten, der alle meine Meinungen zum Thema Gesundheit bestätigt und mit Fakten und praktischen Erfahrungen unterfüttert. All das hier zu wiederholen ist mir nicht möglich, es zusammen zu fassen macht allerdings aus dem Zusammenhang gerissen auch nicht sehr viel Sinn, ein paar Schlagworte müssen hier genügen:
-Angst raubt jeden gesundheitlichen Aspekt aus den Dingen, die wir betreiben, und zwar aus allen Dingen!!! Will heißen, es spielt keine Rolle, ob man sich außschließlich ökologisch korrekt ernährt und Sport betreibt und täglich meditiert. Es kommt darauf an, wie man das tut, also mit welcher inneren Haltung und Motivation. Ein auf Angst fußendes Programm (Angst vor Krankheiten, vor den eigenen Gefühlen, vor persönlicher Schuld etc.) wird nie zu den Resultaten führen, wie ein auf Freude und Vertrauen fußendes.
-Wir leben in einem kriegsorientierten System. Wir bekämpfen alles und jeden, incl.uns selbst. Physisch und psychisch. Unsere Medizin und Technologie basiert komplett auf den Forschungen aus den Laboren der Kriegsmaschinerie. Um das zu verifizieren, braucht man sich nur die Sprachgebrauch in z.B. Sport genauer anzuhören: Angriff, Verteidigung, Gegner usw usf.
-Stress (=Angst) und die daraus Resultierenden Folgen ist der No. 1 Killer in modernen Gesellschaften.

Alles in allem war dieser Jon Burros ein höchst faszinierender Typ.

Zwischen den Lectures hatten wir die Nachmittagsklasse bei Michael, den ich bereits in der letzten Posture Clinic hatte und er hat genauso enthusiastisch und spaßig unterrichtet, wie er uns zuvor mit unserem Dialog geholfen hatte. Eine großartige Klasse.

Zu guter letzt haben uns einige der Teacher nach Jons Abendvortrag mit ihren persönlichen Yogageschichten konfrontiert - in Kurzversion - und das war wirklich bewegend. Michael himself viel auf dem Podium beim Teachen bereits durch seine überdimensionalen Narben auf dem Bauch auf. Ich kann mich nicht mehr an alles erinnern, was er an Operationen und Krankheiten und Verletzungen durchlitten hat, bevor er mit Yoga begann. Man könnte zusammenfassend sagen, dass er menschliches Gemüse war, als dreißigjähriger kurz vorm Pflegefallstadium. Jetzt ist er ein fitter energiegeladener Endvierziger(?), der ein Studio in Oregon betreibt und sich des Lebens freut.
Joseph, einer aus der permanenten Crew hier, der immer grinst wie ein Honigkuchenpferd, ist jetzt 24 Jahre alt und amtierender Nordamerikachampion, was soviel heißt wie, er könnte sich kaum größerer Gesundheit und Fitness erfreuen. Joseph wurde mit 8 Jahren Osteoporose diagnostiziert. Mit 13 Jahren hatte er einen Herzinfarkt(!). Ihm wurde prognostiziert, das er ab zwanzig für immer im Rollstuhl sitzen würde. Mit 19 Jahren kam er zum Bikramyoga, also vor vier Jahren und es gibt hier bei diesem Training niemanden, der so gesund und zufrieden aussieht wie Joseph!

Es gab noch einige andere Lebensgeschichten und anschließend eine sehr bewegende Rede von Manali, die mit einer gemeinsamen Meditation geschlossen wurde, bei der Manali ein Mantra gechantet hat - das war die erste Aktion dieser Art und kam wohl für alle ein wenig überraschend. Ich denke, ich war nicht der einzige, der noch gute drei bis vier Minuten regungs- und lautlos mit geschlossenen Augen auf seinem Stuhl verharrte, als Manali verstummt war. Man hätte eine Stecknadel auf den Teppich fallen hören, trotz 350 Menschen im Saal...
Anschließend konnte man viele sehr ruhige und zufriedene Yogis wie schwebend über den Parkplatz zu ihren Zimmern wandeln sehen.

Gute Nacht :-D

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