Sonntag, 10. Mai 2009

Samstag

Samstag, 9.5.09


Zwei weitere Tage sind verstrichen und ratet mal - am Donnerstag durften wir wieder seeehr lange aufbleiben. Diesmal mußten wir die erste Folge einer Sammlung indischer Epen schauen, schrecklich verfilmt, mit Sound- und Spezialeffekten, die den ersten japanischen Godzillafilmen alle Ehre gemacht haben... Mal wieder bis halb vier wach geblieben und die Freitagmorgenklasse mehr schlecht als recht überstanden. Die Nurse meint ich trinke zu viel und soll nicht mehr als 1 Liter Gatorade täglich trinken und Morgens vorm Yoga unbedingt was Zuckerhaltiges zu mir nehmen. Samstag gings etwas besser.

Bikram ist jetzt für ne Weile unterwegs, was uns vermutlich das Filmprogramm erspart. Dafür geht´s nächste Woche mit Anatomie los und den nächsten Postures in Gruppen, d.h. viel Gelerne.

Es gab immer wieder neue spannende Infos. Hier nur kurz umrissen. Bikram scheint in seinem Leben wohl schon mehr Leute geheilt zu haben, als Jesus, da sei ihm sein gelegentliches Geprahle mal verziehen. Mit 11 war er der jüngste Yogachampion Indiens ever und hielt den Titel drei Jahre, um anschließend zum "König der Yogis" ernannt zu werden. Mit neunzehn hat er sich bei einer Gewichthebermeisterschaft durch eine fallende Hantel ein Knie zerschreddert, woraufhin die Ärzte meinten, er würde nie mehr richtig laufen können. Er kehrte zu seinem Guru Bishnu Gosh zurück und war nach einem halben Jahr vollständig genesen. Bishnu Gosh - der Bruder des berühmten Paramahansa Yogananda (dessen "Autobiografie eines Yogis" das weltweit meistgelesene Buch nach der Bibel ist und das ich auch endlich mal lesen sollte) - wies Bikram daraufhin an, die Philosophie des Yoga in den Westen zu bringen. Bikram startete für einige Jahre in Japan und gelangte zu beachtlichem Ruhm. Anfang der 70er war er erstmals in den USA. Präsident Nixon konsultierte Bikram, dessen Ärzte wollten ihm ein Bein amputieren (aus welchem genauen Grund hab ich vergessen oder es wurde nicht erwähnt). Nach nur zwei Wochen war die Amputation vom Tisch und Bikram hatte eine Greencard auf Lebenszeit. Seitdem residiert er in Beverly Hills und alles was Rang und Namen hat schlawenzelt um ihn rum und liegt ihm zu Füssen. Bikram ist jetzt so Ende Sechzig.

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