Montag, 4.5.09
I did it!!!
Half moon pose auf der Bühne aufgesagt. Vor 320 Leuten + staff. Hat ganz gut geklappt, ein, zwei kurze "ähs"´eingebaut, bin aber ohne Zurufe aus dem Publikum ausgekommen. Alles gut gelaufen, die einzige Anmerkung war: "Ein wenig zu freundlich. More energie!"
Dabei hatte mir Samad doch gestern noch so einen guten Rat mitgegeben: "Always remember you are also a master in the art of fighting emty hands" (meint Karate). Aber, once again: Having means nothing, unless You don´t know how to use it! Ich weiß, dass ich die Energie habe - ihr wollt nicht mit mir kämpfen, glaubt mir ;-) aber sprechend muss ich das noch lernen. Immerhin, wer hätte das gedacht, das ich mal einigermassen souverän eine solche Situation handlen würde? Wer kennt mich am längsten, mal von meiner Familie abgesehen, Marai? Wie war ich mit 15? Genau, ich war zwei Jahre in dich verknallt und hab mich nicht getraut , dich auf dem Schulhof anzusprechen ;-) Ich hab im Unterricht nichts von mir gegeben, bevor mich jemand gefragt hat. So war ich. Marai war damals schon mit 15 Schulsprecherin und hätte ohne Probleme den ganzen Tag vor 1000 Leuten performen können. Wie cool wäre es, wenn wir einfach durch ein Händeschütteln ein paar von unseren Qualitäten austauschen könnten. Bikram läßt uns das manchmal auf der Bühne machen. Der Typ nach mir hatte reichlich Power im Ausdruck, war dafür ein wenig hektisch, es fehlte an flow und Rythmus, Variationen. Bikram bat uns, unsere Hände zu schütteln...
By the way, für die Uninformierten. Wir haben für die Posen zunächst den so genannten "Dialog" auswendig zu lernen. Das ist eine gesprochene Anleitung durch die Übungen. Der Lehrer leitet die Klasse ausschließlich mit seinen Worten, er macht nichts vor. Daher ist der Dialog so wichtig. Hier natürlich auf englisch und für uns Anwärter zunächst Wort für Wort zu rezietieren. Pro Übung etwa eine Seite Text. Also ca. 26 Seiten + Variationen für die andere Seite und fürs 2. Set (jede Übung wird zweimal durchgeführt).
Die Morgenklasse war fuckin anstrengend, gleich geht´s zur zweiten. Ich hatte vermutlich zu wenig getrunken gestern und am Morgen, und Frühstück hatte ich auch nicht. Die Raumtemperatur ist inzw bei 40°C angekommen oder drüber. Hinterher hatte ich einen fiesen Kopfschmerz. Nach Essen und reichlich Trinken war es wieder ok. Ach ja, die Klasse war erstmals bei Emmy, die älteste unter den Teachern, vermutlich um die achzig, vielleicht älter. Uns hat sie nur gesagt, dass sie seit 56 Jahren Yoga betreibt, 34 davon bei Bikram. Es heißt, dass sie im stehen noch locker den Fuss hinter ihren Kopf klemmen kann. Sowas konnten wir von ihr noch nicht sehen, aber ich glaub das ungesehen. Bei einer Einführung in Sachen medizinische Auswirkungen des Yoga hat sie mal eben ihr Bein waagerecht vom Körper weggestreckt und mühelos balancierend weitergededet. Als ich meinen Zividienst im Altenheim abgeleistet habe sahen die Leute doch ein wenig anders aus. Die meisten in dem Alter waren froh, wenn sie sich allein im Bett aufsetzen konnten...
Vorhin haben wir einige weitere gute Erläuterungen der Nurse zum Yoga und den gesundheitlichen Aspekten bekommen. Sehr interessant. Da kommt hoffentlich noch viel mehr.
Die Nachmittagsklasse war möglicherweise die Beste, die ich überhaupt je hatte. Keine Spur mehr von der morgendlichen Schwäche. Das ist wohl die Bikramachterbahn, das Treiben auf den Wellen, von dem zuvor die Rede war.
Sonntag, 10. Mai 2009
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