Sonntag, 3.5. Abends
Heute war mein Geburtstag. Ich habe erstmals das Internet geentert und mich reichlich über die vielen mails gefreut. Nachdem ich meinen Blog initialisiert hatte kamen noch einige mails. Auch dafür herzlichsten Dank.
Mittags war ich einkaufen - der shuttle sieht nicht wie ein Flugzeug aus, vielmehr wie ein kleiner van, vermutlich, weil es einer ist ;-) - Der Fahrer war sehr glücklich über seinen Job. Sechs Stunden im Zehnminutentakt zum Supermarkt und zurück, aber airconditioned und kein hin und her gerenne. er meinte, es wird hier bald so heiß, dass man über jede Minute, die man nicht im Freien oder gar in der Sonne verbringen muss, froh ist. Bis zu 115°F, keine Ahnung wieviel das genau ist, aber deutlich über 40°C. Das kann ja lustig werden, aus der Bikram-Klasse raus ins Warme kommend! Death Valley läßt grüßen...
Nachmittags am Pool gabs ein kleines Ständchen, von lauter Yogis, deren Namen ich mir im Leben alle nicht merken kann. Abends dann mit Sookja und Kathrin - ihre Zimmergenossin - Sushi und Salat etc. auf meine Idee hin. Yukas kulinarische Erziehung trägt langsam Früchte.
Das Wochenende fühlte sich endlos an. Soviel Freizeit auf einem Haufen, krass, wie man das auf einmal schätzen kann. Vermutlich hab ich meinem Alltag sonst einfach zuviel davon, mir geht´s zu gut zuhause. Ich muss allerdings eingestehen, dass ich mich am Wochenende auch nicht ums Dialoglernen gekümmert habe.
Stattdessen hab ich das Yoga schon vermisst. Verrückt, aber ich war nicht der einzige, der meinte, er hätte heute ruhig eine Klasse absolvieren können. Ich sach Euch, wenn das einmal losgeht mit dem Adrenalin und dem ganzen Zeug, das Gift rausgeht und kaum neues rein, dann kommt einem Anstrengung plötzlich wie Entspannung vor, was von der Idee her vermutlich gar nicht so verkehrt ist.
Gestern Abend kurz vor Mitternacht ist noch was stranges passiert. Ich hab schon ne Stunde gepennt, als mich eine Alarmsirene plus sich wiederholende Durchsage aus dem Zimmerlautsprecher aus den Träumen aufschreckt. Feueralarm. Alle raus aus dem Gebäude, keine Fahrstühle benutzen etc. Dirk war nicht aufm Zimmer und ich recht konfus, kein Wunder, ich wußte zuvor nicht mal, dasss wir so nen Lautsprecher haben. Netterweise wohnen wir im Erdgeschoß und ich bin einfach mal auf die Terrasse und aufs Puttinggreen davor spaziert. Draußen hingen auch ein paar Leute rum aber keine Feuerwehr oder so und auch sonst nichts zu sehen. Nach ein paar Minuten wars wieder still und ich wieder drin.
Im Bett liegend fiel mir plötzlich ein, daß ich ja gerade 10 Wochen Urlaub von meinem Job habe, bei dem ich derjenige bin, der sich um solche Alarme zu kümmern hat und ich mich nun ausnahmsweise mal an sowas völlig unbeteiligt erfreuen könne. Darüber mußte ich grinsen und lag mich freuend und ins Dunkle grinsend im Bett. Über das Grinsen musste ich mich wiederum noch mehr freuen und immer weiter grinsen. Nichts weiter, einfach nur auf dem Rücken liegen und mich freuen und vor mich hinlächeln, minutenlang. Dabei fiel mir ein, dass ich mal aufgeschnappt habe, dass im Gesicht mehr Muskeln entspannt sind, wenn man lächelt, als dann, wenn man nicht lächelt (ein Mediziner möge mir das bestätigen). Genauso fühlte sich das an. Nach ner Weile hab ich versucht mal aufzuhören zu lächeln, aber das war mir zu anstrengend, die Mundwinkel nach unten zu ziehen. Zwischendurch bin ich mal ins Bad, um mir das anzugucken, und tatsächlich, wie ein Honigkuchenpferd. Na, irgendwann bin ich dann wohl eingeschlafen.
So, Morgen gehts wieder los. Hoffentlich nicht zu viele Filme. Waterboarding wäre mir lieber, aber das ist hier ja jetzt wieder verboten, hm?
By the way: Zu den andern schlimmsten Filmen, die ich je gesehen habe gehören "Die Bettwurst" von Rosa von Praunheim (der war so schlimm, dass ich ihn gern nochmal sehen würde) und ein Film von Björks Künstlerstargatte Matthew Barney, dessen Titel ich vergessen habe. Der war so grausam langweilig und unverständlich, dass ich ihn nicht nochmal sehen möchte, nicht mal den Teil, den ich verpasst habe, weil ich das Kino verließ.
Bis bald und change weed for Yoga, just a week, try it!
@Martin: Ich wünsche einen super Start ins Referendariat. Viel Spaß!
@Andreas: Bevor du´s erwähntest, hab ich tatsächlich nicht einmal ans Kickern gedacht...
Sonntag, 10. Mai 2009
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen